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Der Weltraum... endliche Weiten in einer kleinen Galaxie gar nicht mal so weit, weit entfernt. Der kleine Raumgleiter bahnt sich zielsicher seinen Weg durch das rabenschwarze Weltall. Der Gleiter ist auf direktem Weg nach „Panos Prime", wo die beiden Passagiere nach einer heiklen Mission zum Rapport antreten müssen. Unweit ihres Zielorts stoßen aus einem großen Nebel drei Kampfflieger hervor und setzte sich durch geschickte Manöver neben und vor den Raumgleiter. Dieser empfing fast zeitgleich eine Funkmeldung: „Agenten Laurelus und Hardus, willkommen in der Heimat. Stellen sie auf Autopilot, wir erledigen den Rest für Sie. Machen Sie es es sich für den Rest der Reise bequem, der große Z’am-P‘ano erwartet bereits Ihren Bericht". Statisches Knacken signalisierte Hardus, daß die Mitteilung beendet war und stellte wie geheißen auf Auto-Pilot um. „Fein, fein" meinte Laurelus Nachdem der Gleiter sein Ziel erreicht hatte und in seine Parkposition gebracht wurde, wurden Laurelus und Hardus durch eine Eskorte zum Thronsaal geführt, wo sie bereits erwartet wurden. Der Thronsaal war von enormer Größe und die beiden schritten langsam den von Wachen gesäumten Weg in Richtung Thron entlang. An den Wänden hingen unzählige Glaskästen mit Skeletten veschiedener Spezies – zweifelos Memorabilia vergangener Invasionen der P’anosianer; alle peinlichst genau ausgerichtet und mit edlen Schildern versehen, die die Herkunft benannte. Vulkanier, Predator, Tribbles, Marsianer, Melmacaner um nur einige zu nennen. Laurelus fühlte sich immer sehr unwohl, wenn er sich diese wertvollen Artefakte der P’anosianer
anschaute. Der Große Z’am-P’ano schnaubte bereits vor Wut; „die glorreiche Zeit der P’anosianer scheint endgültig
vorbei zu sein" dachte er sich angesichts dieser traurigen Gestalten, die da auf ihn zuschritten- der eine
dumm grinsend, der andere rotgesichtig schwitzend. Er hatte seine ganze Hoffnung auf die Invasion de Erde gesetzt ( das fehlende Skelett in seiner
Sammlung ärgerte ihn natürlich auch); „Großer Z’am"... „Mächtiger P’ano"... „Herrscher der Galaxis"...die Lobhuldigungen von Laurelus und Hardus nahmen kein Ende. So wie sie es gelernt hatten, verbeugten sie sich ergeben und vermieden jeglichen Blickkontakt mit ihrem Anführer. „Spart Euch diese schleimigen Höflichkeitsfloskeln" schrie dieser sie an um dem ein Ende zu machen und hämmerte wütend mit beiden Fäusten auf die Lehnen seines Throns. Ein goldene Verzierung brach ab und der Z’am-P’ano ahnte bereits, daß dieser Tag noch einige böse Überraschungen für ihn bereit hielt. „Haaa, meine beiden besten Spione sind wieder da" sprach er mit röchelnder Stimme und Hardus entspannte sich "es schien wohl doch nicht so schlimm um sie zu stehen", dachte er. „Ihr Furunkel an meinem hochherrschaftlichen Hintern...Versager auf der ganzen Linie seid ihr , eurem Herrscher ohne Ergebnis unter die Augen zu treten." Laurelus war versucht, sich die Spucke aus dem Gesicht zu wischen, aber selbst er hat erkannt, daß ihnen Ärger blüht. "Blöde Thumbler" dachte er sich. Z’am-P’ano setzte nach," Welchen Teil zwischen „Invasion" und „Erde" habt ihr nicht verstanden, hä? Vor
einem Jahr wollten wir bereits damit starten und die Zeichen standen gut. Lediglich unser Agent auf dem
nordamerikanischen Kontinent, äh,äh...", „Florida" warf Laurelus stolz ein. „Äh, weiß ich natürlich" fuhr ihn
der Z’am-P’ano an, „äh, wo war ich? Ach ja, genau dieser Agent hat uns gewarnt vor einer
sektenähnlichen Gruppe in Europa, die wohl das Potential hätte, unseren Angriffstruppen zu trotzen. „Keine Ahnung..." erwiderte der Z’am-Pano und er schien ein wenig nachdenklich zu werden „aber unsere Kryptologen kommen mit seinen Memos, die er regelmäßig ins irdische Kommunikations-Netzwerk sendet, auch nicht mehr zurecht. Das klingt alles ziemlich wirr...na ja, spielt ja auch keine Rolle mehr. Auf jeden Fall hatte er uns zugesichert, daß er das Gefüge dieser Elite-Einheit binnen eines Jahres schwächen werde. Ein wenig Zwietracht hier, ein paar Anschuldigungen da und Gruppen-Stabilität und Zusammenhalt werden binnen eines Jahres verschwunden sein". Er schaute auf und fixierte mit strenger Mine seine Agenten: „Euer Auftrag war es, dies zu überprüfen und nach erfolgreicher Untersuchung der bereitstehenden Flotte das Kommando zur Invasion zu geben". Er stand auf und schrie sie erneut an „WAS IN P’ANOS NAMEN IST DA UNTEN PASSIERT???? – Ich warne euch, ich möchte einen lückenlosen Bericht über die Ereignissse des ganzen Wochenendes haben und wenn mir nicht gefällt was ich höre, dann hat euer letztes Stündlein geschlagen, so wahr ich Z’am- P’ano, P’im-P’anos Sohn, bin. Laurelus und Hardus nahmen sich gegenseitig in die Arme und fingen mit bibbernder Stimme und schlotternden Knien an zu berichten über... ...das Wochenende, an dem Thumb das Ende der Welt verhinderte Eine Woche zuvor: Deutschland, Europa, Erde, Bergisch Gladbach ,Donnerstag 27.Juli 2006, Erdenzeitrechnung: Die Bewohner der Altenberger-Dom-Straße waren es längst gewohnt, in unregelmäßigen Abständen mit
lauter Techno-Musik belästigt zu werden, die aus den Fenstern einer Wohnung in Haus 125 drang. Vor
Jubis und sogenannten Conventions erst recht - So blieb ihm nichts anderes übrig als den ungelenken Rythmus der Musik zu berücksichtigen und sich den Bewegungen von Beate anzupassen. Nein, diese schreckliche Musik war eindeutig nicht für p'anosianische Gehörgänge entwickelt worden und er war geneigt, seinen Transporter zu aktivieren um rasch andere Thumbler observieren zu können, aber er mußte jetzt durchhalten und Beates Vorbereitungen dokumentieren; zu stolz war er, daß er Teil dieser Mission sein durfte, als das ein wenig Blut in seinem Ohr dies hätte verhindern können. Die nächsten Tage würden er und Hardus nun in der Nähe dieser Thumbler bleiben, alle ihre Schritte beobachten und zu gegebener Zeit zuschlagen. Sie hatten dafür zu sorgen, daß dies das letzte Jubi der Thumbler sein würde. Entsprechend der Informationen, die sie von ihren Spionen erhalten haben, habe eine Invasion der Erde nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn es die Thumbler als Gemeinschaft nicht mehr gibt. Noch vor wenigen Minuten hatte er mit Hardus gesprochen, der zur gleichen Zeit in anderen Gebieten des
Landes unterwegs war um weiteren Thumblern bei ihren Vorbereitungen über die Schulter zu schauen.
Nicht alle hatten schon seit Beginn der Woche ihre Koffer gepackt wie Beate; Hardus hatte bei Bevi noch
nicht die geringsten Anzeichen von Gepäck erkennen können und bei der hausgemachten Hektik, die er
in Kiel antraf, hatte er ernste Bedenken, ob die Zeit bis zur Abfahrt noch reichen würde. Rita und Matze
hingegen schienen schon alles vorbereitet zu haben. Hardus teilte Laurelus auch mit, daß ein Thumbler
namens Solan aller Voraussicht nicht den Weg nach Düsseldorf antreten werde. Laurelus fragte nicht
nach, wie Hardus das hatte einfädeln können. In der Vergangenheit hatten p’anosianische Wissenschaftler
häufig einen Gedanken-Manipulator verwendet um unbescholtene Personen bei Thumb
einzuschleusen und so das ganze Sektensystem zu unterwandern; gebracht hatte es indes nichts. Laurelus war zugegebenermaßen fasziniert, wie die von ihm besuchten Thumbler sich voller Vorfreude
auf das kommende Wochenende vorbereiteten. (mal abgesehen von der Musik in Bergisch Gladbach)
gab es in jedem Haushalt nur fröhliche Gesichter. Hardus erwähnte allerdings etwas von einem Thumbler
in Wolfsburg, der den ganzen Abend vor einem Spiegel saß und etwas von einem "schwarz/weißen Ritter"
murmelte. Das mutete schon seltsam an und Hardus war sich gar nicht sicher, ob dieser Thumbler
überhaupt bei Sinnen war. Zu sehr ähnelte die Beschreibung den Thumb-Berichten aus Florida. Kurz
drauf ging jedoch in Wolfsburg das Telefon und Rasi unterhielt sich überraschend venünftig mit Dee,
ebenfalls Thumbler. "Schön wärs", dachte Laurelus als seine nächste Observation ihn nach Schwalmtal führte; Schön wärs, denn trotz seines Auftrags und seiner Loyalität, fing er an, die seltsamen Verhaltensweisen der putzigen Thumbler symphatisch zu finden. Die Tatsache, daß Hardus dafür gesorgt hat, daß dieser Solan nicht beim Thumb-Jubi erscheint, damit es Streit um die Kosten des Hotelzimmers geben wird, gefiel ihm irgendwie gar nicht. Ihm wurde Thumb immer als Quell des Übels dargestellt, aber bisher sah er ganz einfache Leute, die sich auf das Wochenende im Jahr freuen, an dem sie sich alle treffen (nicht alle Erdenmenschen besitzen Transporter-Technologie), gemeinsam feiern und einfach eine gute Zeit haben wollen. Laurelus schauderte- alleine für diesen Gedanken, würde er desintegriert werden können. Er mahnte sich zu P’anosianischer Ordnung während er die Gespräche zwischen Trekbaby und dem Ableger immer lauter wurden. "Ah, ein Streit", hoffte Laurelus, aber bei genauem Hinschauen konnte er sehen, wie sehr sich die zwei mögen. Daß man manchmal auch unterschiedlicher Meinung sein kann, ohne daß es notwendiger Weise gleich ein Streit sein muß, dies würden die beiden Top Agenten der außerirdischen Bedrohung noch lernen müssen. Noch während sie sich weiter durch die Wohnungen der Thumbler transportieren, glaubten sie fest daran, ihren Auftrag erfüllen zu können. Das letzte Jahr war ein schwieriges für die Truppe gewesen, voller Prüfungen und widriger Umstände; das muß dem Gruppengefüge geschadet haben; der Zeitpunkt war günstig. Hardus wäre beinahe bei seinen Vorbereitungen entdeckt worden, als er versuchte, Abhör-Mechanismen
an allen, von Thumb genutzten, Kommunikationsanlagen anzubringen; dieser jc hätte beinahe alles
entdeckt, aber Hardus gelang es im letzten Moment noch, den Verdacht der Manipulation eines
Kommunikations-Boards eben diesem jc anzuhängen ... und jos noch gleich dazu, damit es glaubhafter
wirkte. Ziel war es, Schwachstellen im Gruppengefüge ausfindig zu machen und so beobachteten die beiden
P’anosianer rund um die Uhr jegliche Kommunikation im Thumb-Board ... und wurden ihrer Meinung nach
schon bald fündig. Bei der Suche nach einem Termin für das Jubi 2006 wurden folgenden Nachrichten abgefangen: Lana (04.Januar): "laut Kalender kann ich an gar keinen von den Wochenenden......... aber ich setz mich
bei den Arbeitswochenenden mal in Klammern hin... da könnt ich nämlich evtl. tauschen... nur das um den
4. August klappt nicht wirklich, da wir das Wochenende irgendwann zu meiner Oma fahren.... und so weit
ich weiß immer am Samstag, weil am 6. der Freund meiner Schwester Geb. hab und da müssen wir dann
den So hin" Laurelus und Hardus freuten sich, da haben sie doch was gefunden, worauf sie bei Gelegenheit aufbauen
können. Laurelus notiert im roten Büchlein "Chritz kann Lana nicht leiden - jc hat immer einen Plan –
Lana schluckt Tabletten". chritz (01. Juli): "In 4 Wochen ist Jubi und wir wissen noch nicht, wo wir Freitag hingehen wollen, sehe ich das richtig? An sich wollten wir ein Vorkommando schicken, aber ich denke mal nicht, dass das noch funktioniert, oder?" Stellt sich die Frage, was tun am 28.06.?" Laurelus stutzte, selbst er wußte, daß die Frage nach der Lokalität schon vor Monaten geklärt wurde, und daß der Jubi-Freitag im "Chill-Out" in Düsseldorf begangen werden würde. Rotes Büchlein: " Chritz kriegt nicht immer alles mit". Na ja, über Chritz wußte er nun genug, Zeit sich mit den anderen zu beschäftigen. Das tat er auch bis zu diesem warmen 27. Juli-Abend, an dem er und Hardus sich kurz vor Mitternacht auf
ihrem getarnten Raumschiff am Düsseldorfer Rheinufer wieder trafen. Sie tauschten sich noch über das
erlebte aus: Lucy in Salzburg & Anke in Berlin freuten sich tatsächlich über ihre Aufnahmeprüfung - Gina
in Neckarsulm bastelte wie verrückt an Überraschungstüten, Admiral polierte und testete seine Kamera,
Jos packte nummerierte Schafe und Thumb-Buttons ein... usw usw. Es würde ein bedeutendes Wochende für ihn werden, dieses Jubi-Wochenende. Eine bedeutende Nacht wurde es auf jeden Fall, denn mit Laurelus' Schnarchgeräuschen hatte er bislang noch keinen Kontakt gehabt. Freitag, 28. Juli 2006 Es war bereits Mittag als Hardus bei seiner Rückkehr aus Norddeutschland wieder im Raumschiff
materialisierte; er wollte sich noch schnell davon überzeugen, daß alles funktioniert hat und Solan nicht
beim vereinbahrten Zug erschienen war und was sonst noch so alles bei den Reisenden passierte. Eins
hatte Hardus bei der Observation lernen müssen, Thumbler sind unberechbar und machen eigentlich
immer etwas anderes als von ihnen erwartet wird. Laurelus war soeben dabei, Informationen über das Thumb-Hotel zu beschaffen. Der Computer startete
eine Ansage: "Das InterCityHotel Düsseldorf ist im Herzen der Stadt, nur 300m vom Hauptbahnhof
Düsseldorf, gelegen. Hardus schüttelte den Kopf: "Die Adresse würde uns wirklich weiterhelfen" Nachdem Lauerelus die gewünschte Information beschafft hatte gingen die beiden Richtung Düsseldorfer Zentrum. Bei dem Gedränge, das sie vorfanden, verzichteten sie auf ihre Tarnvorrichtung; zu groß die Gefahr, aufzufallen bei einem Rempler. "Hoffentlich geht das gut mit diesem Laurelus ohne Tarnung" dachte Hardus als ob er bereits ahnte, daß es am Abend zu einem Kontakt mit Dee kommen sollte. Ankeline: Ankunft: 16:42 Abfahrt: 15:54 So oder so ähnlich oder mehr oder weniger trafen die Thumbler im Intercity Hotel Düsseldorf im Laufe des Nachmittag dieses sonnigen Freitags ein. Manch Außenstehender würde von einer schleppenden Ankunft sprechen, aber so war das halt, wenn Thumbler reisen. Geduldig warteten die bereits eingetroffenen, nachdem sie ihre Zimmer bezogen haben, auf die noch
Ausbleibenden. So wird später die offizielle Aussage der Thumbler in einem Jubi-Bericht lauten;
tatsächlich haben sich einige in Windeseile auf zum nächsten Lush-Laden aufgemacht. Den beiden
P'anosianern, die diese Möglichkeit nutzen, um weitere Studien zu betreiben, war allerdings die Lush-
Geruchskonzentration wesentlich zu intensiv und sie waren froh als sie den Laden wieder verlassen
konnten. Zurück im Hotel war die Stimmung in der Hotel-Lobby gut, fast alle waren zwischenzeitig eingetroffen und so manche untersuchten das Zuhause des Wochenendes. Hakim (29.07.): "Grüße an alle daheimgebliebenen. Das Hotel hat W-LAN". Das Personal des Intercity Hotels wunderte sich nicht schlecht über den Lärmpegel und die augelassene Heiterkeit der Thumbler. Es wurde getratscht, gelacht und man brachte sich auf den neuesten Stand konspirativer Details. Laurelus, der getarnt in einer Hotelecke saß und dem Treiben zusah, war irgendwie gerührt über diese fröhliche Vertrautheit; da waren einige Thumbler, die sich sehr lange nicht gesehen haben, aber das schien überhaupt keine Rolle zu spielen. Laurelus stutzte, schaute dieser Jack grinsend zu ihm rüber und auch noch direkt in die Augen? Trotz der
Tarnung? Nein, er mußte sich irren und im gleichen Moment führte Jack seine Unterhaltung mit Dee über
ihre vermeintliche Gewichtszunahme fort. Dee spielte noch eine Weile die Beleidigte, erkannte aber
schnell, daß Jack das doch eher als Kompliment gedacht hatte. Das Treiben und Gelächter der Thumbler ging noch eine ganze Weile und die Lobby füllte sich zusehends
bis diejenigen (allen voran Matze und Rita), die an diesem Freitag schon sehr früh und somit lange
unterwegs waren, langsam hungrig wurden; sie drängten darauf, daß sich ein Teil der Gruppe bereits zum
Chill-Out begeben sollte, damit mit der Sitzplatz-Reservierung auch nichts schiefgehen konnte. So
geschah es dann auch und ein kleiner Trupp blieb im Intercity Hotel und wartet auf die wenigen
Nachzügler. Auch Laurelus verließ nun das Hotel, angesichts der dargestellten Solidarität aller Thumbler
zueinander waren ihm Zweifel gekommen, ob sie wirklich das richtige taten. Aber wenn diese Thumbler
tatsächlich die Menschen repräsentieren, so wie es der große Z'am-P'ano gesagt hat, dann ist es umso
wichtiger, herauszufinden ob die geplante Invasion Erfolg verspricht. Nach kurzer U-Bahn-Fahrt und einem Marsch durch die Düsseldorfer Altstadt traf die Vorhut der Thumbler
im Chill-Out ein. Das Personal führte sie freundlich auf die für sie reservierte Empore. Angesichts der
schwülen Temperaturen, die draußen vorherrschte, wurde die Klimaanlage sehr wohlwollend zur Kenntnis
genommen. Die Musik hielt sich auch dezent Grenzen und keiner der anwesenden Thumbler hatte irgend
etwas an der Lokation für den diesjährigen Jubi-Freitag auszusetzen. Gina hatte viel Zeit in die Herstellung eines ganz besonderen Thumb-Newletters investiert. Es gab zwei
Besonderheiten: Sogleich ging es ans Basteln, denn einige Thumbler verstanden nicht sofort, wie die Ansteckschafe zu
benutzen waren, aber nach einiger Zeit hatten dann alle ihre Schafe an den Thumb-Shirts befestigt, sogar
Chritz und Beate. Die nächsten Stunden taten die Thumbler das, was sie immer am Thumb-Freitag so
taten: Essen, Trinken, Fotografieren und natürlich das Wichtigste, sich mit den Thumblern zu
beschäftigen, die man so lange nicht gesehen hatte. Mit dem Alkohol steigt natürlich auch die Stimmung,
aber während Jack unter dem Tisch Limbo tanzt, Rasi sich ein neues Opfer für den "schwarzweißen
Ritter" sucht, jc mal wieder Zigaretten-Schachteln verschweißt, jos versucht Luftballons ohne technische
Hilfsmittel aufzublasen, Ganz unbemerkt? Nein, Chritz hat die Gruppe um Bevi entdeckt und da jos und Dee sich auch dorthin
begeben, sieht er keinen Grund, warum er den Gesprächen nicht ebenfalls lauschen oder daran
teilnehmen sollte. Chritz machte seine schmerzhafte Erfahrung an diesem Abend, daß Frauen manchmal
nur unter sich bleiben wollen, wenn sie über andere Thumbler tratschen. Jack, der diese Erfahrung schon
vor einigen Jahren, wenn auch nicht mit Thumblern, gemacht hatte, nahm Chritz verständnisvoll beiseite
und sie bestellten erst mal einen 1,5 Ltr Caipirina, "Chritz, Laß die Mädels mal". Und wieder einmal wurde Hardus eines Besseren gelehrt. Auch in ungünstigen oder schwierigen
Situationen behält der Thumbler seine gute Laune, macht das beste daraus und gibt sich einfach dem
Moment hin. In einem hatte Hardus allerdings recht, die letzten Monate waren sehr schwierig für Thumb
gewesen und die Gemeinschaft wurde mehrfach und intensiv auf die Probe gestellt. Hardus' Irrtum lag
darin begründet, daß er annahm, einen geschwächten Verein anzutreffen, den Hitze und Lautstärke aus
der Fassung bringen könnte. Zu fortgeschrittener Stunde standen Laurelus und Hardus auf der inzwischen leerer gewordenen Bolkerstraße der Düsseldorfer Altstadt. Sie stritten sich angesichts der Niederlage und ihre gegenseitigen Schuldzuweisungen schienen kein Ende zu nehmen als Laurelus auf einmal ganz blaß im Gesicht wurde. " Du hast doch nicht etwa....?", "doch...", erwiderte Laurelus, "... ein Alt-Bier" und fiel Hardus ohnmächtig in die Arme. In diesem Moment verließen die ersten Thumbler lautstark das Chill-Out und näherten sich den beiden P'anosianern. Eigentlich bestand keine Erkennungsgefahr,denn die Thumbler haben sie im Chill-Out nicht sonderlich wahr genommen, aber Hardus wollte nichts dem Zufall überlassen; er setzte Laurelus auf einen Stuhl, der am Straßenrand stand und er selbst verschwand im Schutz der Dunkelheit einer Seitengasse, wo er rasch seinen Tarnschirm aktivierte und vorsichtig abwartete. Er fasste nicht, was dann geschah; Dee, soeben noch tief im Gespräch mit Rasi, sah den vermeintlich Betrunkenen am Straßenrand sitzen, stellte sich daneben und ließ sich mit Laurelus fotografieren. Theoretisch ist Hardus ebenfalls mit auf dem Foto zu sehen. Er konnte sich nur noch am Kopf kratzen und die ganze „Sektenbrut", der an diesem Abend nicht beizukommen war, zog weiter zur nächsten U-Bahnstation - Die Thumbler machten sich nach einem gelungenen Jubi-Freitag auf den Weg zurück ins Intercity Hotel. Üblicherweise dauert es eine Weile, bis im Jubi-Hotel Ruhe einkehrt, aber diesmal war es etwas anders.
Unten am Rheinufer war es bereits sehr still. Samstag, 29.Juli 2006 Unkompliziert ging es zu bei den Thumblern, wer wach wurde ging ins Bad und gesellte sich anschließend
zu den anderen im Hotel-Foyer. Anke, Matze, Nighty und Lucy wurden mehr als einmal gefragt, ob sie die
Nacht vor der Aufnahmeprüfung noch mal genossen haben. Die vier wußten natürlich noch nicht, was
ihnen blühte und wurden so langsam aber sicher doch recht neugierig; oder gar nervöß?
Nachdem die Mannschaft wieder komplett war, machte sich auch bald wieder der erste Hunger des Tages
breit und es wurde beschlossen, erst mal ordentlich zu frühstücken und auf dem Rückweg dann Ensigns
Wagen mit allem zu beladen, was zur Grillen am Rheinufer so benötigt wurde. Einige Zeit später betraten Laurelus und Hards das Hotel um festzustellen, daß sie zu spät waren und alle
Thumbler schon weg waren. Nun war guter Rat teuer, denn die beiden wollten die Thumbler ungern zu
lange aus den Augen lassen, wenn auch aus unterschiedlichen Motiven. Im Restaurant am Bahnhof hatte das Personal große Erfahrung, um großen Gruppen "Stramme Maxe", Belegte Brötchen und allerlei verschieden Gerichte zeitnah auf den Tisch zu bringen. Von den verschiedensten Wünschen an Heiß- und Kaltgetränken einmal abgesehen. "Sie mal Hardus, keine Tortellini" bemerkte Laurelus erleichtert als er die Thumbler im hinteren Bereich
der Lokalität erkannt hatte. Ohne, daß Laurelus es besonders bemerkte, zeigte der Thumb-Virus bereits
erste Anzeichen. Er schien sie vermißt zu haben. Knappe 20 Minuten später wurden diverse Lebensmittel, Utensilien & Mitbringsel aus den Autos von jc, Jack, jos, Trekbaby und Rasi nach draußen zum Kangoo gebracht, wo Ensign alles mit Engelsgeduld in Empfang nahm und professionell verstaute. Hardus muß anerkennend feststellen, daß die ganze Aktion chaotischer wirkte als sie letztlich war. In Windeseile war der Kangoo fertig beladen und Ens und Admiral fuhren Richtung Rheinufer zum vereinbarten Treffpunkt, während die anderen sich mit leichtem Gepäck vor dem Hotel versammelten, um dann mit der U-Bahn ebenfalls zur Oberkasseler Brücke fuhren. Während Ensign, am Rheinufer angekommen, ohne übertriebene Hektik begann, die Fensterscheiben seines Wagens zu reinigen, fanden in der U-Bahn einige interessante Gespräche statt. Jack setzte Lucy ins Vertrauen, warum rege Convention-Besuche so wichtig für die Zeit später im Seniorenheim; Rasi und jc übten sich in Gesichtsverrenkungen a la Billy Idol und Lana machte sich einen Spaß daraus, Anke und Matze an die Aufnahmeprüfung zu erinnern. Gina war ein wenig enttäuscht, daß sie diesmal nicht zu ihrem Vergnügen kam, Fleisch für die Thumbler besorgen zu können da Nighty das diesmal bereits im Vorfeld übernommen hatte, „ Na ja, vielleicht im nächsten Jahr wieder…" hoffte sie. Laurelus und Hardus waren ganz nah dran am Geschehen, doch auch sie konnte nicht mitbekommen,
worum es in dem hitzigen Gespräch von Trekbaby, jos und Dee ging; „Mehrjährige Jubi-Erfahrung zahlt sich auf jeden Fall aus", dachte jc als er sah wie alle Thumbler mit
sicheren Handgriffen das Rheinufer zum Jubi-Festplatz verwandelten. Grill aufgebaut und angezündet,
Decken, Zubehör, Getränke, alles war da. In den Vorjahren mußte er jedem immer sagen, was zu tun war,
das war diesmal nicht so. Er wollte sich daher den Getränkekisten zuwenden, Hardus hatte lange im Thumb-Board die Tradition des Jubi’s recherchiert und er hatte herausgefunden,
daß der Grillplatz nicht nur am Rheinufer, sondern auch in unmittelbarer Nähe dieser einen Brückensäule
aufgebaut werden mußte. So war es schon immer und so muß es auch bleiben. „Was…", "Und wenn Ihnen nun ein harmonischer Nachmittag wichtiger ist als diese Säule. Thumb sein ist doch
wesentlich mehr. Ich glaube, sie suchen sich ein anderes passendes Fleckchen und werden sich gut
dabei fühlen". Hardus schaute seinen Kollegen skeptisch an und versuchte zu verstehen, was Laurelus
ihm da gerade mitteilen wollte. Admiral meinte sogar, daß dieser Platz wesentlich schöner sei als der andere. Viele mußten ihm da
beipflichten, nicht immer seien Veränderungen schlecht... und so holte Thumb wieder einmal das Beste
aus einer ungünstigen Situation heraus. Laurelus war sehr beeindruckt, wie gut dieser Umzug vonstatten
ging, selbst die Getränkelisten im Rhein befanden sich wieder in unmittelbarer Nähe des neuen Thumb-
Zentrums. Es wurde gegessen, getrunken, geschlafen und der Jubi-Nachmittag entwickelte sich so wie
geplant. Ok, sein letzter Versuch war nicht nur mißlungen, die Manipulierten benahmen sich jetzt derart seltsam,
daß es nur noch eine Frage der Zeit schien, bis der Notarzt herbeigerufen werden mußte. Aber das war
nicht Hardus' Problem, er hielt an seinem Ziel fest, den Thumblern den Nachmittag zu vermiesen, auf daß
doch noch Streit ausbrechen würde. Der Schwan sorgte schon für wesentlich mehr Aufmerksamkeit aber bevor er das Ufer betreten konnte,
wurde er bereits ohne jegliche Aggressivität am Weiterkommen gehindert und zugleich noch von den
weiblichen Thumbler gefüttert. Angesichts so großer Herzlichkeit, setzten sich die niederen Instinkte des
Schwans durch und er ignorierte völlig seinen Auftrag, Nach einigen Minuten der Aufregung zog ein desillusionierter Schwan sich wieder ins Wasser zurück und
schwamm ein paar Meter stromaufwärts, wo er kurz drauf in eine Auseinandersetzung mit dem von
Hardus manipulierten Hund geriet. Die Thumbler wendeten sich ab; einserseits gab es hier nichts mehr zu
sehen, andereseits waren die Flaschen wieder leer. Auch die weiteren Versuche von Hardus, Es trat Nachmittagsruhe ein am Grillplatz; es wurde geschlafen, gedöst, ein Knie wurde gekühlt, noch etwas gegessen, während Laurelus und Hardus abseits saßen, der eine zufrieden mit dem bisherigen Verlauf des Tages, der andere überhaupt nicht. Während Hardus noch über weitere Attacken nachdachte, brach ein schreckliches Pfeifen über die beiden P'anosianer herein. Die Thumblern schienen nichts gehört zu haben. "Sie mal Hardus" sagte Laurelus und zeigte zum Rheinufer, wo Jack sich an seinem Mobiltelefon zu schaffen machte und die beiden trotz ihrer Tarnung ansah und wissend angrinste. "Kann er uns sehen?" Jack betätigte einen Knopf an Telefon und der Pfeifton, der den beiden
P'anosianern Kopfschmerzen verursachte, verstarb. Jack konnte sie sehen und signalisierte den beiden,
unbemerkt von den anderen, zu ihm rüber zu kommen. Laurelus und Hardus gingen unsicher zum Ufer,
wo Jack ihnen mit ruhiger Stimme einen sofortigen Rückzug nahe legte "Laßt die Leute in Ruhe, die sind
sowieso immun gegen eure lächerlichen Spielchen. Weil sie positiv und voller Hoffnung in die Zukunft
blicken, allen Widrigkeiten zum Trotz. Und weil die Gemeinschaft ihnen die nötige Stärke gibt; Jedenfalls nahm er es ernst als Jack sagte " Haltet euch zurück; Ihr könnt bleiben und eine Menge über
die Menschen lernen, aber bei dem kleinsten weiteren Wespenstich werde ich ungemütlich, klar?"
Die Thumbler bekamen von dieser Diskussion nichts mit, machten sich aber lustig über den am Wasser
hockenden Jack, der da anscheinend Selbstgespräche führte. Auch in der Folge wurde noch vom "Alten
Mann und dem Meer" gesprochen, hatten aber keine Ahnung, daß ein störungsfreies Jubi erst ab diesem
Moment möglich war. Laurelus und Hardus ließen es bei ihren Versuchen bewenden, worüber besonders Laurelus mehr als froh
war. Sie setzten sich, immer noch getarnt zu den Thumblern an den Grillplatz, beobachteten und lernten. Nach so viel Entertainment setze mit der Dämmerung massive Alkoholvernichtung ein. Bei Ankes mitgebrachten Toffeelikör schüttelten sich die meisten, aber wehrten sich nicht. Jack & Chritz spülten auch mundhygienischen Gründen mit Tequila nach und verschiedene andere Flaschen machten die Runden. Auch die mitgebrachten "R(h)ein-Spritzen" trugen zur allgemeinen Erheiterung bei.
Da es mitunter auch schon ein wenig frischer wurde, machten die Thumbler aus der Not eine Tugend und rückten unterhalb der mitgebrachten Decken zusammen, tranken weiter und warteten im Schein der flackernden Ölfackeln auf einen der Höhepunkte der Jubis: Mitternacht. Es war schon allen klar, daß der einsetzende Sonntag nicht der offizielle Thumb-Geburtstag ist, aber darum geht es nun mal nicht.
Selbst Hardus stellte fest, daß hier Thumb in einem weiteren Jahr aufs Herzlichste Willkommen geheißen
wurde. Mit Wunderkerzen und Gesang wurden sie Herausforderungen und Widrigkeit eines vergangenen
Jahres über Bord geworfen und mit vereinten Kräften Kurs auf ein neues, interessantes Thumbjahr
gesetzt.
Noch eine ganze Weile gaben sich Thumbler und P'anosianer dieser positiven Stimmung hin aber nach
einiger Zeit hieß es dann wieder einpacken und alles aufräumen; mit ein wenig Glück würden sie noch die
letzte U-Bahn in Richtung Intercity Hotel erreichen.
Auch in dieser Nacht tat sich nicht mehr viel im Thumb-Hotel. jos & Dee ließen den Tag noch mal Revue passieren und während sie das taten, schminkten sie den wehrlosen Chritz, aber ansonsten machte sich zufriedene Ruhe in den Zimmern breit. Lediglich mit der Ausnahme von Matze, der mit seinen tollen langen Fingernägeln die einfachsten Tätigkeiten nicht mehr hin bekam.
Sonntag, 30 Juli 2006 - Mittagszeit Der Höhepunkt des Jubi’s war bereits vorbei und ohne es zu wissen, haben die Thumbler dafür gesorgt,
daß der Befehl an die P'anosianische Raumflotte, mit der Invasion der Erde zu beginnen, nie gegeben
wurde. Nach ein paar Minuten erhellten sich die Minen wieder; eine Seitenstraße wurde gefunden, in der sich ein spanisches Restaurant neben dem anderen befand. "Der hier ist sehr gut" wußte jemand. "Wir wollen aber draußen sitzen", erwiderte jemand anderes und in Windeseile wurde ein großer Außentisch von den Thumblern in Beschlag genommen. Zufriedene Gesichter waren die logische Konsequenz und diese wurden von den neuen Thumb-Freunden, Laurelus & Hardus von P'anos Prime, die wieder getarnt dazu gestoßen waren, wohlwollend zur Kenntnis genommen. Noch während des Essens wurde es traurige Gewissheit, daß einige bereits anschließend die Heimreise
wieder antreten mußten und daher am Programmpunkt des Nachmittags, gemeinsam ins Kino zu gehen,
nicht mehr teilnehmen konnten. Auf dem Rückweg zum Hauptbahnhof, wo wieder einige verabschiedet werden mußten, waren dann auch
alle schon sehr still. Es passte schon zum ganzen Szenario: als die letzten Thumbler, gerade mal eine
Handvoll, vom Bahnhof aus zurück zum Parkhaus gingen, kam der Regen. Zurück blieben 2 Außerirdische Agenten, die einen klaren Auftrag hatten, diesen aber nicht zur
Zufriedenheit ihres Vorgesetzten ausführen konnten. Und als Chritz am 02.August im Thumb-Board zu jos schrieb: "Und diese komischen Knarzgeräusche,
obwohl über dir gar niemand mehr wohnt... kein Wunder, dass die Katze Angst hat!", wußten nur
Laurelus und Hardus und eine schlaue Katze, wer diese Geräusche verursacht hatte.
EPILOG Laurelus und Hardus verließen den Thronsaal und waren sichtlich erleichtert. Der Zorn des Großen Z'am -
P'ano hielt sich in Grenzen. "Das ist ja nochmal gut gegangen", meinte Laurelus und kratzte sich den Kopf.
"Ja, er versucht jetzt wohl Plan B und möchte Thumb mit einer Agentin unterwandern, die schon in der
Vergangenheit fast Erfolg gehabt hätte. Sie war auch auf dem Jubi." Laurelus wurde nervös, Sollen wir
die Thumbler irgendwie warnen, Hardus?" - "Ha, die können gut auf sich achten und mit der neuen
Situation kommen die wohl auch noch klar. I can’t stop this feelin’
Allen eine gute Reise nach Düsseldorf und viel viel Spaß beim Jubi 2007! |
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